Vorstellung

In der Templer-Komthurey Berlin ist es üblich, sich nach seinem Eintritt in den Verein, Gedanken um seinen Mittelalterlichen Lebenslauf zu machen. Der Verein stellt seine Darstellung in die Jahre 1230-1240, also kurz nach der ersten Erwähnung der Stadt Berlin / Cöln. In diese Zeit solle also die eigene Geschichte passen. Im Juli des Jahres 2002, noch vor meinen ersten Mittelalterkontakten führte mich eine Dienstreise nach Singen im Hegau. Dort fuhr ich auf der Autobahn am Höhenkrähen bzw. am Hohentwiel vorbei. Dieser Vulkankegel des Hohenkrähen mit seiner Burgruine hat mich so fasziniert, das ich zum Ende der Reise auf den Burgberg bei schönsten Wetter gestiegen bin. Ich hatte nun schon einige Burgen gesehen, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Östereich, der Schweiz und Jordanien, aber dieser Burgberg, einfach überwältigend. Kurz darauf nahm ich mit den "grauen Reitern", die am Fusse der Burg, der alten Vorburg ihren Sitz haben, Kontakt auf, zwecks Informationsmaterial zu Berg und Burg. Hier kam der entscheidene Hinweis zum Buch von Eberhard Dobler - "Burg und Herrschaft Hohenkrähen im Hegau". Natürlich war es vergriffen, aber nach ca. einem Jahr bekam ich es doch im ZVAB. Nun begann ich mich richtig mit der Geschichte von Berg und Burg zu befassen. So langsam reifte in mir der Gedanke meine Lebensgeschichte der Mittelalterdarstellung mit dem Hohenkrähen zu verbinden.
Persönlich finde ich es nicht richtig, sich nach Personen zu benennen, die nur in Romanen existieren bzw. als historische Personen verbrieft sind, dauerhaft darzustellen. Odo von Craien ist eine fiktive Person, deren Geschichte, ich in Geschichte der Burg und ihrer Erbauer, sowie in die weitere Geschichte des Heiligen Landes bzw. des 5. Kreuzzuges eingeflochten habe. Zu diesem Zweck nahm ich im Oktober 2004 Verbindung zum jetzigen Besitzer des Hohenkrähen, Graf Patrick Douglas auf, wobei ich Ihn bat, den Namen und das Wappen derer von Krähen / Craien im Rahmen der Mittelalterdarstellung zu benutzen. Kurze Zeit später erhielt ich ein postives Antwortschreiben von Graf Douglas aus Wien, das er nichts gegen meine Darstellung einzuwenden hat, ich möche aber bitte das alte Wappen der Familie Friedingen / Krähen benutzten und nicht das heutige Wappen, welches seiner Familie Reischach gehört. Ein zweites Schreiben erreichte mich vom ehemaligen Kreisarchivar des Kreises Konstanz und Betreuer des Archiv's der Familie Reischach, Herrn Franz Görz, welcher mir noch wertvolle Hinweise zur Gestaltung und Farbe des alten Wappen derer von Friedingen / Krähen schrieb, am wichtigsten war ein Hinweis, dass das alte Wappen derer von Friedingen / Krähen in der Züricher Wappenrolle von 1340 abgebildet ist.

....................................................................

Weitere Informationen zur Züricher Wappenrolle unter: http://www.silverdragon.org/HERALDRY/ZurichRolls/zroadt2v.htm



Druckbare Version
Seitenanfang nach oben